Gesichter einer Szene No.6

Zwischen Recording und kaputter Waschmaschine

Meine Freizeitaktivitäten an jenem Sonnabend als mir Zombie für meine Serie zur geneigten Verfügung stand, waren recht vielschichtig. Ersteinmal war ich so eine Art Fahrer für den Gitarristen von Tormentor, welcher heute zum Aufnehmen seiner Gitarrenspuren für das neue Album in der Stadt weilte. Da er dazu auch mein Sohn ist bot es sich halt an. Ich hatte natürlich  im Studio fotografische Aufgaben dokumentarischer Art, bediente bei Abwesenheit des Produzenten „Evil“ aber auch schon mal mit geschickten Shortcuts die Aufnahmesoftware, weshalb sich meine Ankunft bei Zombie um eine halbe Stunde verspätete. Positiv: das Wohnhaus, verfügt über einen Fahrstuhl, so dass ich mal nicht schnappatmig mit meinem Geraffel oben ankomme. Zombie und seine Freundin begrüßen mich und geleiten mich ins Wohnzimmer, was mich erstmal etwas irritiert, da es – öhm mit Verlaub – ganz „normal“ aussieht…schnell mache ich mir Gedanken, wie ich hier zu den von mir gewünschten Resultaten kommen könnte. Die Sorge ist jedoch unbegründet, denn nun bittet mich Zombie in sein Reich. Wusste ich’s doch, er hat ein Musikzimmer! Ha, das war natürlich was gaaaanz anderes, genau so wie ich es mir erhoffte, Stereoanlage, Poster, Flaggen, Totenschädel…Herz was willst du mehr…
Erstmal gibt’s ein Pilsener *fump* und ich fange schon mal mit meinem „Interview“ an, welches ich gern schon beim Aufbau der Lichtanlage führe, mich interessiert immer am meisten: „wie hat es denn angefangen?“ Wir labern also so, ich mache mein Licht als das Telefon meine Aufmerksamkeit verlangt. Die mir vertraute Stimme erzählt etwas von „bist du noch bei Zombie, kommst du nochmal heim, pumpt nicht mehr ab, muss jetzt auf Arbeit…Wäsche liegt erst einmal in der Badewanne“ Ähh, ja. Für mehr war ich gerade nicht aufnahmefähig, obschon mir klar wird es heißt nix Gutes. Kaputte Waschmaschinen sind immer bäh…Zombie feixt sich eins, lässt mich staunen, dass sein erstes Konzert ein Scram Gig war und ich versuche mich zu konzentrieren, wir wollen schließlich  trotz der Ungemach ein cooles Foto haben. Das gelingt, ich habe es dann auch bald im Kasten. Ich kann die Kamera freilich nicht einpacken ohne Zombie zu nötigen, jetzt zum Abschluß doch bitte mal zombiemäßig zu gucken…Nomen est Omen, das musste noch sein.
Beim Einpacken kreisen meine Gedanken jetzt doch vermehrt um das defekte Haushaltsgerät, eigentlich habe ich für so einen Scheiß gar keine Zeit…schließlich bin ich Künstler! Hallo? 😉

Steckbrief:

Zombie (31) Bäcker

Fan, Sänger, Rampensau und Merchandiser
Growlings bei WARMASTER-Inc.

…mit 21 Jahren wurde Zombie durch einen netten Arbeitskollegen mit der Musik vertraut gemacht, die uns so gut gefällt. In den ersten Jahren ging es vornehmlich darum, sich mit dem riesigem Schatz an guter Mucke vertraut zu machen, wobei Lordi schon ein Impuls für Zombie waren, heute hört er sehr gern Amon Amarth, Powerwolf und Underground Bands wie DRENCHED IN BLOOD oder Iron Blade. Sein erstes Konzert war übrigens ein SCRAM Gig – ich habe sogar noch Fotos von damals (2006) wo er mit drauf iss…verrückt!

Gesichter einer Szene - Zombie

Gesichter einer Szene - Zombie

Comments are Disabled