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Gesichter einer Szene No. 65

eine Frau sitzt vor einer Holzhütte auf einer Band und blickt in die Kamera

Wie es zu meinem Besuch bei Sylvia & Uwe in Cottbus am Vorabend zu Silvester gekommen ist, hatte ich ja bereits im letzten Blogpost beschrieben, ebenso, wie ich mit Uwe begonnen habe, zu fotografieren.

Nachdem ich recht unkompliziert zu meinen Fotos gekommen bin, geht es nun daran, Sylvia ins rechte Licht zu setzen. Dazu haben wir uns gedacht, gehen wir hinters Haus in den Garten. Also raus! Es ist kühl, regnerisch, dicht bewölkt und bis Sonnenuntergang sind es vielleicht noch 20 Minuten.

Bandfotografie

Bandfotos sind für eure Band essentiell! Klar ist die Musik das, worum es geht, aber wohl jeder Hörer möchte gern auch wissen, wie sich die Band präsentiert. Ich möchte es mal so umschreiben, „schlechte“ Bandfotos machen vielleicht wenig Lust, sich mit einer Band auseinanderzusetzen, assoziieren vielleicht sogar schlechte Musik, unser Gehirn geht da manchmal ganz eigenartige Wege 😉

Ihr habt keine genaue Vorstellungen, wie euer Bandfoto aussehen soll, worauf es ankommt, was es unter Umständen zu beachten gibt? Ok, dann mache ich mal einen Anfang, eine Art Checkliste, die ihr – unabhängig davon, ob ich euch letztlich fotografieren soll – durchgehen solltet, weil sich danach Aufwand und Logistik orientieren.

Ihr solltet euch klarmachen:

  • Ist euch eine bildunterstützende Örtlichkeit (Location) auf dem Foto wichtig?

Da gibt es ja einiges: alte Fabrikgebäude, Wälder, Felder, Straßen, Proberäume, Bühnen…

Wenn ja, sollte euer Fotograf in der Lage sein, das gewünschte Konzept aus Umgebung und Band umzusetzen, denn eine tragende Location, oder eine, die im Kontext des Albums steht, muss auch sichtbar sein: Band und Location müssen also fotografisch zusammen sinnvoll abbildbar sein.

Ist so eine gemeinsame Abbildung nicht möglich (kommt natürlich auch vor), sind Retoucher eine Option. Also Grafiker, die mit Photoshop solche Sachen ermöglichen. In so einem Fall benötigt man „nur“ gutes fotografisches Ausgangsmaterial von den Musikern.

Hierbei ist immer zu beachten, dass es die Option gibt, dass der Hintergrund oder der Ort wichtig und auch bildbestimmend sein sollen, oder eben nicht.

Einigen reicht es, vor einem schwarzen/weißen/grauen Hintergrund fotografiert zu werden, da die Fotos in das Layout der Platte einfließen werden.

  • Welcher Umfang ist gewünscht?

Unabhängig davon, ob mit universellem Hintergrund oder an einem stimmungsvollem Ort fotografiert werden soll, muss klar sein: Wollt ihr nur Bandfotos oder auch Einzelportraits?

  • Sind spezielle Makeups oder Effekte gewünscht?

Es wird in der Metal Szene ja gern mit Blut gespielt, je nach Stilrichtung auch mit Schädeln, Knochen, Kreuzen, Instrumenten, oder auch Ventilatoren usw. Wenn man so etwas möchte, braucht man jemanden, der sich auf’s Schminken versteht (manche Bands machen das natürlich auch selbst, weil es eh zum Bühnenkonzept gehört). Für die anderen Dinge sind die Requisiten zu organisieren, und die sollten dann auch in einer entsprechenden Umgebung liegen, um mit der Band auf dem Foto zu sein.

  • Nochmal Stichwort: Location

Egal welchen Stellenwert die Location (wie in Punkt eins beschrieben) hat, ist natürlich immer die Frage: WO wird fotografiert? Vorzuziehen sind Orte, an denen man ungestört arbeiten kann, je nach Aufwand kann so ein Shooting (wie ich es z.B. mit Maat hatte), locker vier Stunden dauern. Da sollte sichergestellt sein, dass man sich auch wirklich dort aufhalten darf (Bullerei, Sicherheitsdienste, aufmerksame Nachbarn, oder Hunde!).

Weiterhin spielt eine Rolle, ob man wetterabhängig ist, das gilt z.B. auch, wenn man zwar „drinnen“ fotografiert, aber es Winter und so vielleicht sehr kalt in ungeheizten Räumen ist. Wird Strom benötigt? Ich arbeite mit akkubetriebenen, portablen Blitzen und bin nicht unbedingt auf Strom angewiesen, aber es gibt ja vielleicht Requisiten für das Foto, die Strom erfordern.

  • Umsetzung:

Wenn ihr eure Vorstellungen konkretisiert habt, kann ich sagen, wie wir das umsetzen können. In der Regel führt das zu einem kleinen Brainstorming, indem man ausarbeitet, was vor Ort gebraucht wird und wie der Ablauf lauten könnte.

Ich habe im Prinzip alles um Licht zu machen. Wer meinen Stil kennt, weiß, dass ich meist mein Licht selbst mache, heißt, ich beleuchte die Szenerie so, wie ich es möchte. Teilweise blende ich dazu das vorhandene Licht aus und beleuchte mit Blitzen das, was für das Foto wichtig ist. Dafür habe ich die entsprechende Technik, wie Lichtstative, Blitze und Funktechnik und Know How.

  • Euer Budget

Natürlich ist auch wichtig, was für ein Budget ihr für eure Fotos zurücklegen könnt. Ich glaube schon in diesem kleinen Wegweiser wird klar, dass gute Fotos einiges an Vorbereitung, viel Zeit und gute Technik benötigen. Wer Musik macht, kennt das ja im Prinzip. Scheut euch nicht, mir eine Anfrage zukommen zu lassen. Auf Grundlage eurer Ansprüche kann ich euch dann sicher ein vernünftiges Angebot machen.

 

Gesichter einer Szene No. 64

Ein Mann steht mit Daumen in den Hosentaschen an eine Wand gelehnt und schaut in die Kamera

Ende Dezember, ich habe Urlaub und genieße es, rumzugammeln. Es ist dieser Tage nicht einfach, sich aufzuraffen, Dinge zu erledigen. Nicht, dass ich gänzlich untätig wäre, das nicht. Ich schreibe Blogeinträge, reduziere den Fotoberg, trinke Bier (natürlich erst, wenn es dunkel ist!). Dazu brauche ich nicht raus, will ich auch nicht, das Wetter ist grau, kalt, doof. Warum also die Wohnung verlassen?

Hm, Leute treffen, Livemusik? Okay, das ist ein Argument, also werde ich am 25.12 zum Muggefug transportiert, da gibt’s Leute, Mucke und Bier. Eigentlich ganz schön. Aber es nagt in mir, dass ich in diesen freien Tagen auch noch für „Gesichter einer Szene“ fotografieren müsste…ich weiß doch, wie groß die Hemmschwelle ist, wenn ich wieder in diesem gottverdammten Hamsterrad der Erwerbstätigkeit stecke.

Gesichter einer Szene No. 63

ein Mann mit Mütze sitzt lässig auf einem Gitarrenverstärker

Etwas über zwei Wochen nach dem Neiße Metal Meeting trudle ich zum Abend hin wieder im Comet in Guben ein. Grund ist die Feier zum 50. Geburtstag eines Freundes. Die Gäste sind bunt gemischt und verteilen sich naturgemäß über alle Altersgruppen aus Eltern und Verwandten, sowie Freunden des Jubilars.
Einige Tage vorher hatte ich bereits mit Robert Kontakt aufgenommen, da mich das Geburtstagskind fragte, ob ich eine Band organisieren könne, um die Feier musikalisch mit Livemusik abrunden zu können.