Fotoreihe über Fans in der Heavy Metal Szene
Es ist ja nun nicht so, dass mir Jene, welche sich gern für „Gesichter einer Szene“ porträtieren lassen möchten die offene Tür einrennen. Ich würde mal sagen, es hält sich die Waage mit Denen, die ich von mir aus angeschrieben und gefragt habe. Umso erfreuter war ich, als sich mit Theresa eine Frau bei mir gemeldet hat, denn davon zeigte die Serie bisher noch deutlich zu wenige. Ein Termin war fix vereinbart, schnell ging es an die Frage nach dem gewünschten Ort, wobei klar war, Eisenhüttenstadt. Näher betrachtet werden musste allerdings, ob das Ufer der Oder geeignet wäre, wo ich ob „drohender“ Sonne meine Zweifel hegte. Doch Theresa konnte meine Bedenken rasch beseitigen, indem sie als Alternative das alte Backkombinat in „Hütte“ vorschlug. Das hörte sich verlockend an. „Müssen wir da über einen Zaun?“ war nun meine bange Frage, denn ob ich mit dem Übersteigen derlei Hindernisse noch einmal so viel Glück haben würde, wie beim Shooting mit Shim, schien mir fraglich. „Nee, da gibt es so eine Stelle, wo der Zaun nieder getrampelt ist“ Ok, dann hätten wir ja höchstens mit Störungen durch das Ordnungsamt oder der Polente zu rechnen, aber das erschien uns ein kalkulierbares Risiko.
Sachen gibt’s. Ich hätte bis vor geraumer Zeit nicht gedacht, Sonntags freiwillig das Haus zu verlassen und dann auch noch mit dem Auto irgendwohin zu düsen. Was war passiert? Nun, Maik, um den es hier heute geht, hat sonnabends schlicht keine Zeit, da er besonders ab dem Frühjahr mit seinem Business unterwegs ist. Also Termin Sonntag 14:00 Uhr, Treffpunkt Muggefug Cottbus.
Heute bin ich mit Keili verabredet. Ich kenne ihn schon ziemlich lange und für mich war schon frühzeitig klar, dass ich Keili in meiner Serie dabei haben will. Diesmal ist keine längere Anreise, wie bei den letzten Shootings von Nöten, was ich auch mal wieder sehr entspannend finde, obwohl ich schon wieder an einer Vollsperrung umdrehen musste (diesmal war’s ein Bahnübergang in der Altstadt). Außerdem – so stellt sich raus – beherbergt Keili in seiner geräumigen Altbauwohnung natürlich ein Musikzimmer, ihr wisst ja, dass ich so etwas liebe.
Ich bin etwas spät dran als ich mich nach Neuzelle aufmache, dort vor der Klosterbrauerei bin ich mit Atze verabredet. Während ich so dahin düse, fällt mir ein, dass die Ortsdurchfahrt gesperrt sein könnte, man da komme ich ja noch später! Ich biege also vor der Sperre rechts ab, normal wäre ich jetzt in einer Minute am Treffpunkt gewesen, so versuche ich mich hintenrum dem Ort zu nähern. Das gelingt…nicht, ich umkreise wie ein Adler die Maus das Ziel, merke aber das wird nix, ich stelle das Auto ab. Nun laufe ich über das komplette Klostergelände bis vor zur Brauerei, ich bin eine viertel Stunde drüber, nicht meine Art.