Gesichter einer Szene No.45

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Es ist mal wieder Sonntag. Ja klar, es ist jede Woche irgendwann Sonntag, warum findet es Erwähnung? Nun, weil ich Sonntag normalerweise rumgammelnd zu Hause verbringe 😉
Ein paar Tage vorher erreichte mich allerdings eine Nachricht meines polnischen Freundes Paweł, der neue Deathstorm Proberaum sein nun fertig, ich könne nun kommen, Fotos für meine Serie zu machen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, und so fahre ich etwas nach 13 Uhr über die deutsch-polnische Grenze, von hier geht es durch Gubin und noch zwei Dörfer weiter nach Wałowice, hier hat Paweł sein Haus. Natürlich schwänzeln seine beiden Hunde wieder rum, ich fasse mir ein Herz und gehe durch die Pforte…die wollen sicher nur spielen 😉 Da ich nicht das erste Mal hier bin, gehe ich zielstrebig zur einer Tür der Nebengebäude, hinter welcher auch früher der Proberaum war. Drinnen sieht es allerdings komplett anders aus. Auslegeware, Wände mit akustikoptimierten Verkleidungen, Amps, Verstärker…ein Eldorado für jeden Mucker. Ach ja, Musiker sind freilich auch im Raum, die Begrüßung mit den Deathstorm Jungs ist ausgesprochen herzlich, das letzte Mal sahen wir uns glaube ich bei einem Underground Deathmetal Meeting in einem kleinem Club in Gubin, im August.
Die Jungs zocken jetzt erst mal drei Songs, denn in erster Line ist das hier natürlich eine ordentliche Probe, und ich mache davon schon mal ein paar Fotos, dann trinken wir erst mal einen Pott Kaffee und labern ’ne Runde. Ich nutze die Gelegenheit zu erklären, wie ich mir den Ablauf unserer Fotosession vorstelle, dann beginne ich mit Kuba, dem Schlagzeuger.
Wie auch bei Gustl war klar; das Instrument kommt mit auf das Foto. Ich hatte mir dazu schon eine Perspektive ausgedacht und frage Paweł nach einer Leiter. Ich muss dazu erwähnen, dass sowohl Paweł als auch Michał extem gut Deutsch sprechen, mit Kuba spreche ich vorzugsweise Englisch, obschon ich merke, dass auch er an seinem Deutsch gearbeitet hat, ab und an kommen immer mal ein paar Sätze rüber, über die wir dann lachen, da sie eher in Richtung dessen gehen, was Biff Byford von Saxon gern auf deutschen Bühnen ablässt 🙂
Kuba ist also in Position, ich auf der Leiter, das Licht passt, und die Ergebnisse finden dann positives Echo. Da ich heute alle drei Musiker fotografieren möchte, heißt es zügig und sauber fotografieren. Wie es mit dem kleinen Interview und den beiden anderen Deathstorm Musikern weitergeht, steht dann im nächsten Bericht. Ein Cliffhanger. Das versteht ihr doch, nicht wahr? 😉

Kuba (26)

Fan, Musiker

Seine Eltern kann man sich nicht aussuchen. Mit ihnen steht und fällt bei vielen die musikalische Entwicklung. Aus unserer Sicht entscheidet es manchmal über Wohl und Wehe. Schlagermusik oder Metalgitarren 🙂 Kuba hatte in dieser Hinsicht Glück. Im zarten Alter von sieben Jahren galt es für Kuba eines Tages herauszufinden, A: woher dieser infernalische Lärm kam, und B: was zu Hölle das eigentlich ist!
Den Lärm verursachte sein Vater mit der heimischen Stereoanlage, er hatte sich ’ne Maiden Scheibe eingelegt.
Musik mochte Kuba schon als Kind, nur hatte sich das noch nie in eine bestimmte Richtung kanalisiert, seit jenem Tag änderte sich das unmittelbar. Die Tape-Sammlung seines Vaters kannte freilich Grenzen und die galt es bald zu überschreiten. Gehörten zu seinen ersten CD Käufen eher New-Metal Bands oder Rammsteins „Mutter“, galt sein Interesse sehr rasch heftigeren Klängen, wie derer von Vader, Behemoth oder Slayer. Nach nun fast zwanzig aufregenden Jahren gilt dem Blackmetal Kubas größtes Interesse, dabei spielt für ihn nicht nur die Atmosphäre der Musik eine Rolle, wichtig ist ihm vor allem die Weltanschauung dahinter, welche sich satanischen Geheimnissen widmet. Dabei ist Kuba aber auch anderen Musikrichtungen gegenüber aufgeschlossen, so hört er zum Beispiel auch sehr gern Hip Hop wie Danny Brown, und auf seinem heutigen Weg zum Deathstorm Proberaum liefen Radiohead in seinem Player.

spielt Schlagzeug bei Deathstorm
spielte bei Brutally Mutilated

Kuba (26)
Fan, Muzyk

Rodziców się nie wybiera. To oni w wielu przypadkach wskazują nam różne kierunki muzyczne. Spoglądając wstecz możemy stwierdzić, że są to czasem decyzje, które zadecydowały o naszej przyszłości. Muzyka disco czy metalowe brzmienia? Pod tym względem Kuba miał szczęście. Pewnego dnia, w niewinnym wieku siedmiu lat, podjął wyzwanie odkrycia A: skąd wydobywa się ten piekielny hałas? i B: co to do diabła jest! Hałas, który wydobywał się z głośników domowego zestawu stereo, spowodowany był przez jego ojca, który podkręcił jeden z materiałów Maiden. Kuba już jako dziecko lubił muzykę, zainteresowanie nie było jednak sprecyzowane w żadnym konkretnym kierunku muzycznym, do tegoż właśnie dnia, który wszystko zmienił. Niestety kolekcja taśm ojca miała pewne granice i po jakimś czasie przestała być wystarczająca. Wśród pierwszych zakupów Kuby były płyty różnych zespołów new-metalowych lub Rammstein „Mutter“. W kolejnym etapie jego zainteresowania bardzo szybko rozwinęły się w kierunku bardziej brutalnych dźwięków takich jak m.in. Vader, Behemoth czy Slayer. Dzisiaj po prawie dwudziestu ekscytujących latach to Black Metal uplasował się w centrum zainteresowań Kuby. Atmosfera, którą ma właśnie ta muzyka, jest bardzo ważna ale przede wszystkim chodzi o mistyczną wizję świata. Mimo wszystko Kuba otwiera się również na inne kierunki muzyczne, na przykład bardzo lubi hip-hop w wykonaniu Danny’ego Browna, a w drodze na próbę Deathstorm słuchał w samochodzie Radiohead.

gra na perkusji w Deathstorm
grał w Brutally Mutilated

Thanks to Mysth Eriös for translation

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