Mit Köter treffe ich mich an einem Samstag in Cottbus. Der Plan ist an den Madlower See zu fahren. Das Wetter wünscht man sich zwar wärmer als um die 5°, aber es regnet nicht. Auf der knapp 20-minütigen Fahrt von unserem Treffpunkt aus kommen wir natürlich sogleich ins Gespräch, dazu muss ich sagen, dass ich Köter eher nur vom Sehen her kenne, was für die anderen Teilnehmer der Serie bisher nicht der Fall war, die meisten kenne ich schon länger, teils sehr gut. Aber das soll der Sache keinen Abbruch bereiten. Vom Parkplatz ist es ein kleiner Fußmarsch bis an den See, welcher quasi am östlichen Rand in Cottbus liegt, mitten im Volkspark Cottbus…ich war vorher noch nie hier.
Sonntagvormittag in Berlin Spandau, Typen in schwarzen Klamotten und Lederjacke lungern auf dem Bürgersteig rum. Tja, wir warten auf unseren Bassisten, dabei möchten wir ob der Verspätung nicht ungehalten sein, sind wir doch froh den beschwerlichen Weg zum SCRAM HQ nach Neukölln nicht mit der U-Bahn zurücklegen zu müssen, also regen wir uns gegenseitig an, gelassen zu bleiben. Irgendwann kündet der rasante Fahrstil von Hans sein kommen an, ab geht’s, die Stimmung ist gut, schließlich war die gestrige Probe für unser Abschiedskonzert am 12.März ganz gut verlaufen, außerdem reden wir über Bärte, ein dankbares Thema 😉

Ich bin auf dem Weg nach Berlin, zum SCRAM Proberaum, es ist echt ein Jahr her, seid ich das letzte Mal zum Mucke machen diesen Weg genommen habe. Während der Fahrt sentimental den alten Zeiten hinterher hängen ist nicht, mich begleitet eine gute Freundin, die ich in Berlin absetzen soll, es gibt viel zu erzählen, was die Fahrt sehr unterhaltsam macht. Dennoch kreisen meine Gedanken ab und zu über dem kommenden Wochenende. Es gilt in erster Linie für den letzten offiziellen Scram Gig zu proben, unser Abschiedskonzert, denn Scram gibt es seit Mai 2015 nicht mehr. Aber! Meine Freunde besuchen und Mucke machen, das soll bleiben, wer weiß schon unter was für einem Label, letztlich ist das auch egal, der Weg ist das Ziel.
Im Anschluss an das Shooting mit Gref Grf, fuhr ich direkt zu Lehmie, der zweite Kandidat an diesem Sonnabend. Lehmie kenne ich seit der Schule, keinen Metal Fan kenne ich länger als ihn, so dürfte es nicht verwundern, wenn ich hier schreibe: Durch Lehmie kam ich überhaupt erst zum Metal und zur Szene, davor war ich halt Popper! Aber um mich geht es ja hier gerade nicht, sondern um meinen Protagonisten. Lehmie wohnt ganz oben, Fahrstuhl Fehlanzeige, ich bemühe mich hoch, in der geöffneten Tür empfängt er mich mit so schlabber Shorts in kurzer Form und einem St. Pauli Shirt, ich muss sofort an Axel Prahl denken. Wir begrüßen uns herzlich unsere erste Frage kreist alsbald ums Getränk, wir entscheiden uns für Bier ohne Alkohol, sein derzeitiges Alternativgetränk.