Gesichter einer Szene No.48

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Nachdem ich Kuba und Mysth abgelichtet habe, kommt nun Góral an die Reihe. Jetzt wird es langsam schwierig hier im Raum eine Perspektive zu finden, die ich noch nicht hatte und trotzdem nach was aussieht. Nun, irgendwie war ja klar, dass Góral vor seiner Ampwand stehen, sitzen oder liegen wird. Wir entscheiden uns für die Variante im Sitzen. Am Licht muss ich nicht viel machen, dass ist ja irgendwie schon richtig eingestellt 😉 Im Anschluss bittet mich Góral noch seine älteste Tochter zu fotografieren. Eine Bitte, der natürlich gern nachkomme, zumal Góral‘s Tochter mit ihrer offen Art zu begeistern weiß.

Dann kommt der für mich spannendste Teil, denn obschon ich mit Góral nun schon bestimmt 15 Jahre befreundet bin, habe ich seine Geschichte nie im Ganzen zu hören bekommen. Und so erzählt mir Góral nun, geschmückt mit allerlei Anekdoten, seine Weg zum Heavy Metal Fan und Musiker. Verrückt, wie sich in zwei verschiedenen Ländern die Geschehnisse doch gleichen, im Prinzip wohnten wir ja die ganze Zeit über Tür an Tür, wenn man so will.

Zum Abschluss gibt Góral noch Auskunft über die Pläne im neuem Deathstorm Domizil. Die beiden Vorräume, der kleinere von beiden wird eine Gesangskabine, im ersten Raum solle noch die Aufnahme-Technik Platz finden…auch ein Sofa zum ähhh… Gammeln wird nicht fehlen. Ich bin beeindruckt, und überzeugt, hier wird noch viel gute Musik entstehen.

Dann ist es auch Zeit sich zu verabschieden, natürlich ist es nun schon dunkel draußen. Zufrieden rolle ich von meinem ersten Auslands-Shooting für Gesichter einer Szene nach Hause.

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Mysth bedanken, dass er mir die drei Steckbriefe meiner polnischen Freunde in seine Landessprache übersetzt hat.

Steckbrief: (Polska wersja poniżej ↓↓)

Góral (42) Selbständiger

Fan, Musiker, Organisator

Sommer 1989. Auf einem Mix-Tape dudelte Sandra neben anderem Pop-Kram vor sich hin. Der junge Góral zeigte sich davon wenig beeindruckt. Das änderte sich, als sich das Anfangsriff von Alice Coopers „Poison“ in seine Gehörgänge fräste. Was für eine Gitarre! Góral hatte bis zu diesem Zeitpunkt mit Musik nicht viel zu tun, ab jetzt war das anders. Noch im selben Jahr – nun in der Ausbildung – bemerkte er in der neuen Klasse gleich drei Typen, die wohl Heavy Metal Fans sind. Góral hörte ihre Gespräche, in denen es ständig um Musik und neue Platten ging, sein Interesse wuchs. Auf der ersten Klassenfahrt, raus aus der Provinz nach Krakau, kauften sich die Metal Typen in einem kleinem Laden eine semi-offizielle Kassette des aktuellen Metallica Albums „…And Justice For All“, die fortan an den Abenden in der Heavy Rotation alle in den Wahnsinn trieb, so auch Góral. Und wieder waren es die Gitarren, das Stakkato Riffing. Es folgte, was auch hier in West- oder Ostdeutschland sehr oft passierte; man traf sich, hörte Musik, spielte dabei Luftgitarre und Topf-Drums, bis man entschied, eine Band zu gründen 😉

Dazu brauchten Góral und seine ersten Mitstreiter Instrumente. Ein Praktikum führte die Jungs nach Deutschland zur Gurkenernte, das verdiente Geld investierte Góral sogleich in seine erste Lederjacke und eine Bassgitarre. Die ersten musikalischen Schritte waren vielversprechend und die Lernkurve hoch.

Góral mochte viele Thrash Bands, auch Polnische wie Kat, Wolfspider oder Turbo, konnte sich aber nur selten mit den teilweise hoch gesungenen Vocals anfreunden. Als dann in Florida die Deathmetal Lawine ins Rollen kam, fand Góral darin sein Lieblingsgenre. Jetzt stimmte alles; fette Riffs, tiefe Growls, schnelle Drums… Góral sammelte seine Erfahrungen als Bassist, Gitarrist und Drummer und spielte so in verschiedensten Bands mit kurzer Unterbrechung bis heute…

spielt Gitarre bei Deathstorm

spielte bei: Moyses, Charon, Cryptorium, Genom, Brutally Mutilated

Góral (42) – na własny rachunek

Fan, Muzyk, Organizator

Lato 1989. Na jakiejś popowej składance rzępoliła Sandra, jednak młody Góral nie okazywał zbyt wielkiego zainteresowania. To się zmieniło, gdy pierwsze riffy z płyty Alice Cooper „Poison” wżerały się w jego uszy. Co za gitara?! Do tego momentu Góral nie miał zbyt wiele wspólnego z muzyką, jednak to był przełom. Tego samego roku w szkole spotkał trzech typów, którzy z pewnością byli fanami Heavy Metalu. Góral przysłuchiwał się ich rozmowom, w których ciągle mówili o muzyce i nowych płytach. Tym samym jego zainteresowanie tą muzyką wzrastało. Na pierwszej wycieczce klasowej do Krakowa, gdy wreszcie można się było wyrwać do większego miasta, owi kumple kupili sobie w jakimś małym sklepiku pół-oficjalną kasetę zespołu Metallica z nowym albumem „… And Justice For All”, która to jeszcze tego samego wieczoru wprowadzała ich wszystkich w obłędny szał satysfakcji. Również tym razem były to gitary w riffach staccato. Dalej wydarzyło się to samo, co często działo się w zachodnich- i wschodnich Niemczech, były spotkania, słuchanie muzyki i granie na powietrznej gitarze albo perkusji, aż w końcu zapadła decyzja o założeniu własnego zespołu.
Do tego potrzeba jednak było instrumentów. Zarobione pieniądze, podczas pierwszych praktyk na ogórkach w Niemczech, Góral zainwestował w kurtkę skórzaną i gitarę basową. Pierwsze próby muzyczne dawały nadzieję, a postępy były dość szybkie.
Góral lubił wiele zespołów Thrash-metalowych, również polskie jak Kat, Wolfspider czy Turbo. Jednak nie do końca podobały mu się, dość często występujące, wysokie wokale. Gdy na Florydzie rozlała się lawina Death Metalu, wreszcie Góral znalazł gatunek muzyczny dla siebie. Teraz wszystko się zgadzało, ciężkie riffy, głębokie wokale, szybkie bębny … Góral zbierał swoje doświadczenia jako basista, gitarzysta oraz perkusista i gra(ł) w przeróżnych zespołach z krótkimi przerwami do dziś…

Gra na gitarze w Deathstorm
Grał w: Moyses, Charon, Cryptorium, Genom, Brutally Mutilated

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