Ein musikalischer Jahresrückblick auf das Jahr 2023

Es ist der 25.12.23 und ich bin mit meiner J. in unserem Lieblingsmusikclub, dem Cottbuser Muggefug. Tormentor – die zweite Band des diesjährigen X-Mas kommen mit „Speaks Your Testament“ zum Ende ihres energiegeladenen Gigs, und ich lege meine Kamera auf einer Box ab und entere das Mic von Basser Christian um „meine Jungs“ zum Jahresausklang gesanglich zu unterstützen, und mir ein bisschen Nerven- und Bühnenkitzel ins Hirn zu schießen. Die Crowd in den ersten Reihen dreht nochmal total am Rad, es entspinnt sich ein kleiner Moshpit, bei dem meine Freundin Anke kurz zu Boden gerissen und instand wieder aufgeholfen wird – sick. Die letzten Noten verstummen und sowohl auf als auch vor der Bühne blicke ich in glückliche Gesichter – was für ein Abend. Beim Bier im Backstage und gelegentlichem Druck auf den Auslöser meiner Kamera kreisen die Gedanken an das Jahr 2023, welches in seinen letzten Zügen vor sich hin röchelt. Grund genug, auch das vergangene Jahr in musikalischer Sicht zu rekapitulieren.

Tormentor beim X-Mas

Im Januar war noch nicht klar, dass das Jahr so aufhört, wie es anfing – eben mit Tormentor. Denn wir finden uns bereits am zweiten Wochenende des damals neuen Jahres im Proberaum der vier Freunde ein.

… bei Tormentor im Proberaum


Eine Woche später begeistern uns die Österreicher Ellende im Muggefug im Rahmen der Silent Scream Night – welche mit Hingabe von Dirk organisiert wird. Mit dabei und ohne jeden Zweifel sehenswert Nalar und die Polen Odium Humani Generis. Das erste Mal sahen wir Ellende auf den Frostfeuernächten 2020, hier in engster Clubathmosphäre wirkt die Musik noch viel einnehmender, die Band keine Spur unnahbar, wie es Sound oder Outfit vermuten lassen könnten. Das spiegelt sich auch in den Gesprächen mit Bandmitgliedern nach der Show an der Bar wider, und so vergeht die Zeit wie im Fluge, bis wir schließlich die Leiter zum Dachzelt erklimmen.

Nalar, Odium Humani Generis und Ellende im Mufu

Musikalisch bietet der Januar einen wirklich starken Start in das neue Jahr. Mit neuen Alben von Riverside, Imperium Dekadenz, Katatonia und Threshold – von denen die drei erstgenannten am selben Tag veröffentlicht wurden – erfreut es gerade das Herz des Progmetal Fans in dieser dunklen Jahreszeit sehr.

Vor allem Katatonia heben auf „Sky Void Of Stars“ ihren so eigenen melancholischen Stil in neue Höhen, dabei Sänger Jonas Renkse seinen filigranen Gesang geschickt in die teilweise echt tricky gestrickten Songstrukturen einwebt. Bei mir auf Platz 3 meiner Top 10.

Traditionell markieren die „Frostfeuernächte“ unseren Start in die Festivalsaison und bilden damit auch den Höhepunkt im kalten Februar. Neu gestaltet sich für uns in diesem Jahr die Unterbringung auf dem Winterfestival südöstlich von Berlin. Gemeinhin wird in lockerer Ferienlageratmosphäre in festen Gebäuden, in Zimmern übernachtet, gleichwohl der Veranstalter für Unerschrockene die Möglichkeit bietet, mit entsprechender Ausrüstung die Zeit via Camping zu verbringen. Gut vorbereitet und mit Kabeltrommel am Stromanschluss schlagen wir also mit unseren Freunden Anke & Steffen unser Camp fast wie in der gewohnten Art im Sommer auf. Klar verzichten wir darauf, mit Stühlen im Freien zu sitzen 😉 und haben gerade im gewärmten Van unserer Buddys zwischen den Gigs der Bands eine tolle Zeit. Wir sichern uns wie gewohnt mit Heizdecken warme Nächte im Dachzelt und sind um einige Erfahrungen reicher, da wir doch deutlich mehr Zeit in der Kälte verbringen, als das bei einem Konzertbesuch z. B. im Muggefug Cottbus der Fall wäre. Besonders sind uns die Gigs von Ad Cinerem, Grima, Hypnos und Nalar in Erinnerung geblieben. Dazu gab es natürlich noch andere gute Bands, die auch jede für sich Zuspruch im Publikum fanden, aber eben nicht ganz unserem Geschmack entsprachen. Unser Fazit: Machen wir 2025 wieder so.

Unweit unseres Camps, der angefrohrene See

Zuwachs in unserer Plattensammlung gibt es durch das Debütalbum von Host dem Projekt der Paradise Lost Musiker Greg Mackintosh und Nick Holmes, die damit bewusst an eben das „Host“ Album ihrer Hauptband aus 1999 anschließen, nur eben deutlich elektronischer in der Instrumentierung. Host ist ein tolles Album geworden, welches sich dann auch in der Top 5 meiner Liebsten wiederfindet. (Die Top 5 von J. findet ihr am Ende des Artikels)

Anfang März machen Belphegor mit ihrer THE DEVILS EUROPEAN AUFMARSCH TOUR Station im Gladhouse Cottbus. Ich muss gestehen, dass mich in erster Line die mitreisenden Norweger Kampfar interessierten, oder anders, darauf habe ich mich am meisten gefreut. Es gibt eben Bands, die ich mit Begeisterung auf den Plattenteller lege und dann eine so unbändige Energie im Musikzimmer versprühen, dass man sich sehnlichst wünscht, diese Band live zu erleben. Dieser Wunsch ging also an jenem Abend in Erfüllung, und es fühlte sich so gut an! Zum einen gefiel mir der Sound (der beste des Abends), zum anderen aber die Art der Darbietung, die irgendwie den schmalen Grat zwischen Pathos, Sympathie und Bodenständigkeit auslotete. Dazu gab es viel Raserei! Aber auch von Belphegor war ich sehr angetan. Die Salzburger begeisterten mit technisch anspruchsvollem Death/Blackmetal, dabei eine gehörige Portion Evilness versprühend, zu dem sicher auch das aufwendige Bühnenbild beitrug. Das Quartett musizierte extrem tight, es saß jede Note, jeder Break. Ein großartiger Konzertabend!

Kampfar aus Norwegen

Neue Musik kam vor allem mit den neuen Scheiben von den britischen Proggern Haken und den Norwegischen Black Metallern Mork ins Haus. Haken ziehen auf Fauna ein wahrhaftes Feuerwerk an geilen Progmetal Songs ab. Vor allem der Gegensatz von ultra krassem Stakkato-Riffing und einem hohem (aber nie nervenden) Gesang macht „Fauna“ so vielschichtig wie das farbenfrohe Cover. Vor allem die D-Seite des Doppelvinyl sei hiermit empfohlen, mir gelingt es nach zahlreichem Anhören noch immer nicht, diese Dynamik in „Elephants Never Forget“ und „Eyes Of Ebony“ ohne ständiges bewunderndes Augenbrauen nach oben ziehen zu kommentieren. Krasser Shit – somit bei mir auf Platz 5.

Das „Lusatian Grimfest“ die neue Konzertreihe, ausgedacht, umgesetzt und organisiert von unseren Freunden Arroganz stand Mitte April im Muggefug Cottbus auf der Agenda. Die beiden dafür anberaumten Tage wurden von uns mit einiger Spannung erwartet und – diese Erwartung erfüllte sich in Gänze. Abseits vom durchschnittlichen Aprilwetter ab, gab es ein erlesenes Musikprogramm, welches den Bogen über zwei Gigs der Gastgeber Arroganz, zu Purgatory, Zeit, Goth, Verderver und schlussendlich zur Deathmetal Legende Master um Paul Speckmann spannte. Das alles spielte sich in einer so entspannten und herzlichen Atmosphäre ab, dass man wünschte, diese Art Party würde nie enden 😉

…mit Paul von Master Live Fotos anschauen!

Zwei Scheiben aus dem April landen schließlich in meiner Top 5. Zunächst Metallicas 72 Seasons, ein Album, welches ich der Band so nicht zugetraut hätte. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem sei der Blogpost zum Thema wärmstens empfohlen – hier nehme ich mit meinem Sohn Max 72 Seasons nerdmäßig auseinander.

Die zweite Veröffentlichung hat es quasi im Handstreich in meiner Top 5 von nie gehört, bis nach ganz oben zum ersten Platz geschafft. Es handelt es sich um Dødheimsgards – „Black Medium Current“. Denn diese Platte höre ich tatsächlich erst im November bei einer Plattenparty bei Evil zum ersten Mal und bin sofort angefixt und zugleich erstaunt, wieso das so an mir vorbeigegangen ist. Was macht die Musik von der Norweger nun für mich so besonders? Ich meine, es ist dieser Stilmix aus Blackmetal und elektronisch-avantgardistischen Elementen, die auf eine Art verwoben werden, dass – hat man sich einmal darauf eingelassen – immer neue Fassetten zu entdecken sind. Die Songs sind lang, aber genau das ermöglicht es DHG diese abgefahrenen Sounds in die dunkle Atmosphäre des Black Metal einzubauen. Und so gibt es auf dem Album oft Brüche, mal harsch, mal sanft, in welchen aus Black Metal Parts – fast schon Easy Listening Mucke wird, welche sich wahlweise beim 80er Jahre Pop oder dem Jazz bedient. Im Prinzip deckt dieses Album genau meine derzeit favorisierten Musikstile ab: Black Metal, Prog Rock/Metal, Pop Musik. Ich bin schwer beeindruckt.

Meine Nummer eins: Dødheimsgards – Black Medium Current

Den Monat Mai überbrücken wir mit einem Besuch im Muggefug. Zu Gast sind die Finnen Thy Kingdom Will Burn und die aus Belarus stammenden Raven Throne. Erstere bewegen sich eher im melodiösen Deathmetal, letztere sind eine lupenreine Blackmetal Band. Uns konnten beide Bands mit ihren Sets überzeugen, sodass wir einen kurzweiligen Abend verbrachten.

… Unser Lieblings-Club.

Als relevantes neues Album muss ich die neue The Ocean erwähnen. Hololence – so der Titel kommt durchaus ruhiger daher, als seine Vorgänger, dennoch wuchsen die Songs mit jedem neuen Durchlauf auf dem Dreher und beweisen einmal mehr, die Qualitäten der Band – es wäre langsam mal an der Zeit, sie auch live zu erleben. Mein Platz acht.

Der Sommer ist zumindest bisher der passendste Monat für Open-Air-Festivals – egal welcher Musikrichtung. Ich bin echt gespannt, ob sich das in den nächsten Jahren verschieben wird, da die klimatischen Veränderungen auf unserem Planeten Erde auch hier in Mitteleuropa ihre Schatten vorauswerfen. Jedenfalls besuchen wir nach einigen Jahren mal wieder das Chronical Moshers im Vogtland. Neu für uns in diesem Jahr: es gibt eine Open-Air-Bühne statt eines großen Zelts. Da das Wetter mitspielte, ist das eine feine Sache und fühlte sich super an. Am besten sind mir Critical Mess, Dust Bolt, Imperium Dekadenz und Spasm in Erinnerung geblieben, die mit tollen Konzerten begeisterten.

J. und Britta Görz auf den Chronical Moshers.

Zwei Wochen später ziehen wir zum Protzen Open Air nordwestlich Berlins. Am Freitag müssen Crew, Gäste und die ersten Bands bis zum frühen Abend mit reichlich Regen klarkommen, was am Ende doch recht gut gelingt. Auf dem traditionell eher Death Metal lastigen Festival hat mir dann neben Pro Pain vor allem KHNVM, Sacrifice und Disbelief gefallen. Und: ich schaffte es dann endlich mal, mich mit Veranstalter Mario für die „Gesichter einer Szene“ Reihe zu treffen.

Regen auf dem Protzen OA

Mit dem neuen Album „Erosion des Willens“, der deutschen Black Metal Band Schädel gesellt sich ein weiteres Highlight in meine Top 10, es sei Anhängern dieser Sparte hiermit empfohlen, mehr zum Album und im eigentlichen Sinn ja eher Bandprojekt erfahrt ihr in diesem Artikel.

Interview zum Album „Erosion des Willens“

Im Juli reisen wir mal wieder nach Freiberg. Grund ist die Party, respektive ein Konzert, dessen Anlass das sage und schreibe 30-jährige Bestehen von Purgatory ist. Unterstützt werden die Jubilare von Arroganz. In lockerer Atmosphäre genießen wir den Abend – die Panne unserer Freunde Anke & Steffen stellt uns allerdings am Sonntag vor einige Probleme. Der Campingvan bleibt in einer Werkstatt vor Ort, wir fahren einen kleinen Umweg und unsere Buddys nach Hause.

Backstage in Freiberg

Nur ein paar Tage später treffen wir sie, und eine Reihe anderer schon auf dem „In Flammen Open Air“ wieder. Zum ersten Mal habe ich ein Festival fotografisch so begleitet, keine Bands zu fotografieren. Natürlich hätte es bei diesem Line-up sehr gute Gelegenheiten gegeben, dies zu tun, aber ich habe mich recht spontan anders entschieden. In erster Linie schaffe ich es nicht mehr, die Flut an Fotos zu bewältigen, ohne, für mich wichtigere Dinge wie Interviews, Hintergrundgeschichten oder auch „Gesichter einer Szene“ für meinen Blog voranzutreiben, wie ich es mir wünsche. Stop: ein Live-Foto ist dann doch entstanden, bei Bitchhammer im Festival-Zelt. Warum? Die Band trat geschlossen mit „Destroy Fascism“ Shirts auf, etwas, was mir sehr aus dem Herzen spricht und ich als couragiert empfunden habe. Eine der letzten Shows von Holy Moses zu sehen, war einfach ergreifend und es ist fast unbeschreiblich, wie Sabina Classen auf der Bühne abgeht, wie sie klingt. Geplättet hat mich und einige meiner Mitstreiter auch die letzte Band des Festivals: Mork aus Norwegen. So souverän, so klasse der Sound, so eine Aura. Mit Mork hat sich meine kleine Theorie verfestigt, dass die (für mich) schmerzliche Abstinenz von Prog-Metal Bands auf den gängigen Festivals durch geile Black Metal Bands kompensiert werden kann. Die letzte Scheibe hatte uns ja bereits begeistert, aber das Mork so ein Feuerwerk abbrennen habe ich dann doch nicht erwartet. HAMMER! 

In Flammen Open Air

Das Wochenende darauf war eigentlich Chillen am Baggersee mit Dachzelt angesagt – so war es dann auch, bis auf … Samstagabend waren wir dann doch zu Gast auf einer Geburtstagsparty in einem Gartenlokal in der Nähe, um eine Auszeit von der Auszeit zu nehmen.Es spielten zwei Livebands, die sich aus den einheimischen Thrashern Warmaster-inc. und den Hannoveranern Inquiring Blood rekrutierten. Bier gab es natürlich auch und am Ende tat das Geballer richtig gut – wie lange hält man denn ohne aus smiling face with halo 

Chillen am Binnengewässer

Für das im August stattfindendeGroßbahrener Schwermetal Fest war die Anreise überschaubar, das war auch wichtig, hatte ich doch am Freitag noch ein paar Stunden eine Hochzeit fotografisch zu begleiten. Musikalisch ist das kleine Festival eher traditionellem Heavy Metal zugetan. Hier waren die Polen Hellheim, oder die Belgier Speed King kurzweilige Vertreter ihrer Zunft. Mit Décembre Noir gab es am Freitag endlich ein Wiedersehen. Die Erfurter musizierten über jeden Zweifel erhaben und sind dabei absolut fuck’n sympathisch! Der Samstag hielt mit den Berlinern EXA und der Band Hiraes um Elchkuh Britta Görz zwei fantastische Thrashbands bereit, die jede für sich sehr viel Spaß beim Ansehen bereiteten. Die Organisation des familiären Festivals war sehr gut, die sanitären Anlagen top, das Bier mit dreifufzich preiswert. Wir können das Großbahrener Schwermetalfest empfehlen und sind auch 2024 wieder vor Ort.

Bier auf dem Schwermetalfest in Großbahren

Anfang September ist bei uns Urlaubszeit. In diesem Jahr wollten wir das erstmals auch komplett mit Dachzelt ausprobieren. Den Start dazu bot uns ein Konzert in der Chemiefabrik in Dresden. Wir erlebten energiegeladene Gigs von Bitchhammer, Goath und Arroganz. Mit dabei einige Freunde und viele Bekannte. Ein cooler Abend.

Chemiefabrik Dresden

Ebenfalls im September gab es für uns mal wieder neue Platten. Hervorzuheben ist hier das neue Album von Steven Wilson – -„The Harmony Codex“. Wilson ist für meine Begriffe immer ein Garant für superben Prog Rock, aber klar, auch bei so einem Ausnahmemusiker gibt es gute und eben sehr gute Scheiben. Nach dem Burner „To The Bone“ 2017 konnte der Nachfolger „The Future Bites“ (2021) diese Messlatte nicht ganz erreichen – das schaut mit der neuen Veröffentlichung etwas anders aus. Wilson schafft es bei mir eine Atmosphäre zu erzeugen, welche mich oft an das Solo-Album von Tears For Fears’ Roland Orzabal erinnert. Das bedeutet, dass The Harmony Codex zu einem nicht unerheblichen Teil aus elektronischen Sounds besteht, abgedrehte Saxophon Solos ebenso beherbergt, wie melancholischen Piano-Parts. Natürlich gibt es auch rockige Frickelmomente und abgefahrene Soundcollagen und zwischendrin den bezaubernden Gesang von Ninet Tayeb. Ein Klasse Album und somit auf Platz 2.

Steven Wilson mit „The Harmony Codex“ bei mir der zweite Platz

Nach der Festivalsaison bricht quasi die Konzertsaison Herbst/Winter an. Im Oktober stand im Muggefug Stoner & Doom Mucke auf dem Programm, welche ja bisweilen polarisieren kann. Mit Moby Dig (Instumental Stoner/Doom), Praise The Plague (Blackmetal meets Doom) und den famosen Dopelord aus Polen zeigte sich diese Sparte der harten Musik hier jedoch von der absolut besten Seite. 

Thomas (Arroganz) und Paweł Mioduchowski (Dopelord)

Im November dann rotteten sich bei frostigen Außentemperaturen wiederum im Muggefug Cottbus Metal- und Blackmetal Fans zur nunmehr zehnten „Silent Screams Night“ zusammen und genossen die Auftritte der Ruhrpötter Ad Unum Omnes, MNHG und schließlich der Belgier Ars Veneficium. Dank der guten beiden Vorbands konnten Ars Veneficium mit ihrem erdigen und schnörkellosem Blackmetal alter Schule das Publikum vollends auf ihre Seite ziehen und zogen eine der Musikrichtung angemessene Show ab, in der es auch an etwas warmen Schweineblut nicht fehlen sollte. Herrlich!

J. und Surtur (Ars Veneficium)

Der letzte Monat im Jahr mochte noch einmal alles daran setzen, in guter Erinnerung zu bleiben, was ihm quasi spielend gelang, denn kein Geringerer als Paul Speckmann mit Master machten dem Muggefug ihre zweite Aufwartung in 2023. Paul und seine beiden tschechischen Sidekicks Gitarrist Alex Nejezchleba und Drummer Peter Bajči hoben ihre wuchtigen Deathmetal Songs durch ihr virtuoses, verliebtes Spiel auf ein atemberaubendes Niveau. Dabei konnten sich die drei Musiker auch mal in doomige Songenden oder bluesige Parts verlieren, der Spaß dabei war ihnen zu jeder Minute anzusehen. Absolut geil! 

Master – Muggefug Cottbus, im Dezember

Tja, und wie das Jahr endete, hatte ich ja bereits am Anfang meines Rückblicks beschrieben. 

In diesem Sinne wünsche ich euch – liebe Leser – ein gutes neues Jahr, mit viel guter Musik, ob nun konserviert oder live vor der Bühne und vor allem keine Nazi-Scheiße.

Top 10 2023 von Popper

  1. Dødheimsgard – Black Medium Current
  2. Steven Wilson – The Harmony Codex
  3. Katatonia – Sky Void Of Stars
  4. Metallica – 72 Seasons
  5. Haken – Fauna 
  6. Schädel – Erosion des Willens
  7. Mork – Dypet
  8. The Ocean – Hololence
  9. Imerium Dekadenz – Into Sorrow Evermore
  10. Morne – Engraved With Pain 

Top 5 2023 von J.

  1. Katatonia – Sky Void Of Stars
  2. Haken – Fauna 
  3. Metallica – 72 Seasons
  4. Host – IX
  5. Imperium Dekadenz – Into Sorrow Evermore

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